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Mariahilfer Strasse Neu?

Prinzipiell sollte an einer sehr gut funktionierenden Einkaufsstrasse nicht herumgedoktert werden. Eine mutwillige Änderung birgt auch Gefahren für die Handelsgeschäfte und Gewerbebetriebe. Rund eine Milliarde Umsatz wären bedroht, hunderte Arbeitsplätze und damit eine einhergehende Verschlechterung der Situation.

Müssen in Zeiten der Budgetknappheiten, Planungsspielchen und persönliche Eitelkeiten befriedigt werden.

Die Siegervarianten, der 56.000,- €uro teuren Studie, wird von Frau Vizebürgermeisterin negiert. Diese Empfehlungen entsprechen nicht Ihren Vorstellungen, obwohl diese Studie von ihr in Auftrag gegeben wurde. Eine Nichtveränderung wurde vorsorglich gar nicht abgefragt. Laut einer Kurier-Umfrage, die als einzige auch die Nichtveränderung abfragte, sind 45% für keine Änderung. Die 3 Vorschläge in der engeren Wahl pendeln zwischen 10% und 20%.

Viele Kunden kommen schon jetzt mit den Öffis. Eine gänzliche oder teilweise Sperre würde den Verkehr außerdem in die angrenzenden Bezirke verlagern.

Die Einrichtungen der Mariahilfer Strasse sind in die Jahre gekommen. Eine Attraktivierung des Bestandes ist sicher notwendig. Alle 6 - 10 Jahre sollte ein Verkaufsraum umgestaltet werden, das gilt sicher auch für Einkaufstrassen. Die Mariahilfer Strasse ist 1993 wiedereröffnet worden - das sind fast 20 Jahre.

Vorsorglich haben wir hunderte Unternehmer im Bezirk gefragt. Wenn doch eine andere Verkehrslösung kommen sollte, was ist dabei zu beachten. Dabei haben sich einige Anforderungen ergeben. Hier die Ergebnisse:

Die acht Anforderungen der Wirtschaft

  1. Attraktive Oberflächengestaltung der Mariahilfer Strasse

    Eine Fahrradautobahn auf der Strasse ist zu wenig, für ein besseres Grätzlfeeling muss auch mit technischen Einbauten gearbeitet werden. Parkbänke, Ruhezonen und optische Gestaltungen müssen die Mariahilfer Strasse zu einer großstädtischen und attraktiven Einkaufsmeile werden lassen. Auf das Einkaufserlebnis ist dabei besonders zu achten.
  2. Besondere Vorsicht im Umgang mit den Geschäften in den entstehenden Sackgassen

    Durch jede Art der Verkehrsberuhigung in der Mariahilfer Strasse entstehen aus sehr lebendigen Seitengassen plötzlich weniger attraktive Sackgassen. Hierbei ist zu beachten, dass besonderes Augenmerk auf eine gezielte Belebung der Randlagen geachtet wird. Die Fussgänger sollte so gut als möglich, auch die Nebenlagen sehen und mit technischen Einbauten, animiert werden dort einzukaufen und zu flanieren. Besonderes Augenmerk sollte auf die bestehenden Gastronomiebetrieb gelegt werden die bestehende Schanigärten nicht mehr aufstellen dürfen weil dieser eventuell in einer Umkehrzone liegt.
  3. Lieferverkehr muss uneingeschränkt möglich bleiben

    Viele vor allem kleinere Unternehmen bekommen laufend Ware auf der Mariahilfer Strasse. Die Zustellung sollte weitgehend ungehindert nach einer Umgestaltung möglich sein. Eine durchgehende Haltespur für Ladetätigkeit in der Mariahilfer Strasse wäre wünschenswert. Ein zweites ist die ungehinderten Zufahrtsmöglichkeiten zu diversen Geschäften und Einrichtungen zu beachten. Ein krasses Beispiel ist unser Volkstheater, Wo Bühnenbilder mit extra langen Sattelschleppern geliefert werden und diese dann nur noch durch kleine Gasse wie die Lindengasse und die Kirchengasse legal den Bezirk wieder verlassen können.
  4. Verlorene Parkplätze sind durch geförderte Anrainer-Garagenplätze 1:1 zu ersetzen

    Es gehen durch alle Massnahmen aller 3 Varianten enorm viele Parkplätze verloren. Durch die ohnedies schon mehr als angespannte Parkplatz-Situation im Bezirk, würde es für Bewohner wie für Gewerbetreibende und deren Kunden unzumutbar. Die bestehenden Anwohnergaragen müssen ungehindert angefahren werden können. Weitere Standorte für Bewohnergaragen müssen gefunden werden.

  5. Bessere Koordinierung von Baustellen

    Die Baustellenflut ist ungebremst, nichts gegen Baustellen, aber es werden zu lange Halteverbote verhängt, vieles wird auf Parkplätzen gelagert das auch innen gelagert werden kann und die Gesamtheit der Baustelle muss so kurz als möglich genehmigt werden. Eine Information im Vorfeld an umliegende Geschäfte ist wünschenswert.
  6. Optische Trennung der Radwege um schwere Unfälle mit Passanten zu vermeiden (ältere Menschen, Kinder...)

    Die Initiative mehr öffentliche Verkehrsmittel und Fahrräder zu benutzen, ist sinnvoll und wünschenswert. Es muss aber auch ein besonderes Augenmerk auf unsere Kinder, ältere Personen und Personen mit besonderen Bedürfnissen gerichtet werden. Um ein gefahrloses Miteinander zu gewährleisten müssen Trennungen, optisch wie mechanisch, eingebaut werden. Über eine Geschwindigkeitsbegrenzung für Fahrräder wäre dringen nachzudenken.
  7. Gumpendorfer Straße bei Verkehrskonzept bedenken

    Die Gumpendorfer Straße soll in ihrer vollen Länge beidseitig befahrbar bleiben. Bei einer Neuerstellung des Verkehrskonzept soll die Gumpendorfer Straße vom Getreidemarkt her wieder befahrbar werden.
  8. Grüne Welle für Neustiftgasse und Burggasse

    Es wird der Verkehr bis zu 3x in beiden Strassen im Fluss unterbrochen. Ein bewusstes verlangsamen des Verkehrs wird angenommen. Durch den massiven Anstieg der Verkehrsdichte in den angrenzenden Bezirken wird eine dringende Überprüfung der Ampelanlagen verlangt. Nur durch ein gezieltes ableiten von Verkehr wird sich Lebensqualität der betroffenen Mitarbeiter und Bezirksbewohner in Grenzen halten.
    Weiters wäre eine Evaluierung von Busspuren und Zufahrtsregelungen sinnvoll. In Neubau sind einige Busspurfragmente wie in der Neubaugasse die in der zukünftigen Konstellation vielleicht nicht mehr zielführend sein werden. Die Linienführung durch Mariahilf fahrenden Autobusse der Wiener Linien darf durch die Änderung der Verkehrssituation in der Mariahilfer Straße nicht geändert werden.

 

Ansprechpartner:

Michael Weinwurm, Wirtschaftsbundobmann Neubau,
Burggasse 56, 1070 Wien, This e-mail address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it , T +43 676 411 91 91

Mag. Daniela Binder, Wirtschaftsbund Wien, Lothringerstr. 16/5, 1030 Wien
This e-mail address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it , T +43 1 512 76 31