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„Mariahilfer Strasse Neu“

Mariahilferstrasse

Die acht Anforderungen der Wirtschaft

Bei der Pressekonferenz am Donnerstag, 17. November 2011, um 11:00 Uhr im Cafe Bocan, Neubaugasse 7/1, 1070 Wien wurden die acht Punkte präsentiert 

Mit der Neugestaltung der Mariahilfer Strasse möchte die Stadt Wien ein Zeichen setzen, wie Verkehrspolitik und Stadtgestaltung aussehen kann. Im November starten die Bezirke Mariahilf und Neubau den Dialog mit den Bürgerinnen und Bürgern über die Zukunft der Mariahilfer Straße.

Die Wirtschaftsagenda Mariahilf & Neubau hat es sich zum Ziel gemacht, die Forderungen der Unternehmerschaft im 6. und 7. Bezirk zu thematisieren. In unzähligen Gesprächen wurden Ideen, Wünsche und Probleme erhoben. Aus dieser Befragung lassen sich folgende acht Anforderungen formulieren:


 

  1. Attraktive Oberflächengestaltung der Mariahilfer Strasse
    Eine Fahrradautobahn auf der Strasse ist zu wenig, für ein besseres Grätzlfeeling muss auch mit technischen Einbauten gearbeitet werden. Parkbänke, Ruhezonen und optische Gestaltungen müssen die Mariahilfer Strasse zu einer großstädtischen und attraktiven Einkaufsmeile werden lassen. Auf das Einkaufserlebnis ist dabei besonders zu achten.
  2. Besondere Vorsicht im Umgang mit den Geschäften in den entstehenden Sackgassen
    Durch jede Art der Verkehrsberuhigung in der Mariahilfer Strasse entstehen aus sehr lebendigen Seitengassen plötzlich weniger attraktive Sackgassen. Hierbei ist zu beachten, dass besonderes Augenmerk auf eine gezielte Belebung der Randlagen geachtet wird. Die Fussgänger sollte so gut als möglich, auch die Nebenlagen sehen und mit technischen Einbauten, animiert werden dort einzukaufen und zu flanieren. Besonderes Augenmerk sollte auf die bestehenden Gastronomiebetrieb gelegt werden die bestehende Schanigärten nicht mehr aufstellen dürfen weil dieser eventuell in einer Umkehrzone liegt.
  3. Lieferverkehr muss uneingeschränkt möglich bleiben
    Viele vor allem kleinere Unternehmen bekommen laufend Ware auf der Mariahilfer Strasse. Die Zustellung sollte weitgehend ungehindert nach einer Umgestaltung möglich sein. Eine durchgehende Haltespur für Ladetätigkeit in der Mariahilfer Strasse wäre wünschenswert. Ein zweites ist die ungehinderten Zufahrtsmöglichkeiten zu diversen Geschäften und Einrichtungen zu beachten. Ein krasses Beispiel ist unser Volkstheater, Wo Bühnenbilder mit extra langen Sattelschleppern geliefert werden und diese dann nur noch durch kleine Gasse wie die Lindengasse und die Kirchengasse legal den Bezirk wieder verlassen können. 
  4. Verlorene Parkplätze sind durch geförderte Anrainer-Garagenplätze 1:1 zu ersetzen
    Es gehen durch alle Massnahmen aller 3 Varianten enorm viele Parkplätze verloren. Durch die ohnedies schon mehr als angespannte Parkplatz-Situation im Bezirk, würde es für Bewohner wie für Gewerbetreibende und deren Kunden unzumutbar. Die bestehenden Anwohnergaragen müssen ungehindert angefahren werden können. Weitere Standorte für Bewohnergaragen müssen gefunden werden.
  5. Bessere Koordinierung von Baustellen
    Die Baustellenflut ist ungebremst, nichts gegen Baustellen, aber es werden zu lange Halteverbote verhängt, vieles wird auf Parkplätzen gelagert das auch innen gelagert werden kann und die Gesamtheit der Baustelle muss so kurz als möglich genehmigt werden. Eine Information im Vorfeld an umliegende Geschäfte ist wünschenswert.
  6. Optische Trennung der Radwege um schwere Unfälle mit Passanten zu vermeiden (ältere Menschen, Kinder...)
    Die Initiative mehr öffentliche Verkehrsmittel und Fahrräder zu benutzen, ist sinnvoll und wünschenswert. Es muss aber auch ein besonderes Augenmerk auf unsere Kinder, ältere Personen und Personen mit besonderen Bedürfnissen gerichtet werden. Um ein gefahrloses Miteinander zu gewährleisten müssen Trennungen, optisch wie mechanisch, eingebaut werden. Über eine Geschwindigkeitsbegrenzung für Fahrräder wäre dringen nachzudenken.
  7. Gumpendorfer Straße bei Verkehrskonzept bedenken
    Die Gumpendorfer Straße soll in ihrer vollen Länge beidseitig befahrbar bleiben. Bei einer Neuerstellung des Verkehrskonzept soll die Gumpendorfer Straße vom Getreidemarkt her wieder befahrbar werden.
  8. Grüne Welle für Neustiftgasse und Burggasse
    Es wird der Verkehr bis zu 3x in beiden Strassen im Fluss unterbrochen. Ein bewusstes verlangsamen des Verkehrs wird angenommen. Durch den massiven Anstieg der Verkehrsdichte in den angrenzenden Bezirken wird eine dringende Überprüfung der Ampelanlagen verlangt. Nur durch ein gezieltes ableiten von Verkehr wird sich Lebensqualität der betroffenen Mitarbeiter und Bezirksbewohner in Grenzen halten. Weiters wäre eine Evaluierung von Busspuren und Zufahrtsregelungen sinnvoll. In Neubau sind einige Busspurfragmente wie in der Neubaugasse die in der zukünftigen Konstellation vielleicht nicht mehr zielführend sein werden. Die Linienführung durch Mariahilf fahrenden Autobusse der Wiener Linien darf durch die Änderung der Verkehrssituation in der Mariahilfer Straße nicht geändert werden.

Ihre Ansprechpartner:

  • This e-mail address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it , WB Bezirksgruppenobmann Mariahilf
  • Michael Weinwurm, WB Bezirksgruppenobmann Neubau

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Einladung

Pressetext